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Checkliste: Management Diagnostik

Anlässe und Instrumente der Management Diagnostik

Frauenquote

Management Diagnostik dient als speziell auf Führungskräfte zugeschnittene Eignungsdiagnostik dazu, die Eignung von Personen für Managementaufgaben in einem Unternehmen zu prognostizieren oder die Fähigkeiten der Führungskräfte im Unternehmen zu beurteilen. Besonders Wandlungsprozesse in Unternehmen erfordern Führungskräfte, die den Chancen erkennen, notwendige Entscheidungen treffen und Mitarbeiter auf neue Wege führen können.

Führungskräfte benötigen weniger fachspezifische Fähigkeiten, um vorgegebene Aufgaben auszuführen. Die Schwerpunkte bei Auswahlkriterien für Führungskräfte liegen im Bereich der außerfachlichen Kompetenzen. Die Management Diagnostik stellt Methoden zur Verfügung, die speziell auf diese außerfachlichen Fähigkeiten zugeschnitten sind.

Dadurch ist es möglich, das Potential von Bewerbern für Führungspositionen zu ermitteln beziehungsweise die aktuelle und künftige Kompetenz einer Führungskraft in Bezug auf die jetzigen oder veränderten Aufgaben zu bewerten oder zu prognostizieren. Auf diese Weise unterstützt die Management Diagnostik Unternehmen bei der Auswahl und beim Placement von Führungskräften.

Frauenquote in DAX-Unternehmen

Nachdem die Landesjustizminister auf ihrer Hamburger Konferenz am 24.06.2010 gesetzliche Vorgaben zur Schaffung einer Frauenquote für die Führungsetagen von DAX-Unternehmen ankündigten, ist die Diskussion über Sinn oder Unsinn solcher Maßnahmen in vollem Gange:

Die Befürworter argumentieren, dass die Appelle an die Wirtschaft, auf freiwilliger Basis den Anteil von Frauen in Führungspositionen zu erhöhen und so für mehr Gerechtigkeit zu sorgen, nicht zum gewünschten Erfolg führten. Noch immer gibt es in den Vorständen der 200 größten deutschen Unternehmen nur 2,5 Prozent Frauen – in den Aufsichtsräten sind es immerhin 10 Prozent. Während hierzulande nur wenige Unternehmen wie die Deutsche Telekom oder die Allianz Frauenquoten einführen wollen, gibt es sie bereits in anderen europäischen Ländern, beispielsweise in Norwegen und Spanien.

Politischer Zwang oder sinnvolle Maßnahme zur Steigerung des Unternehmenserfolges?

Das Frauen in gehobenen Führungspositionen sich positiv auf den Unternehmenserfolg auswirken bescheinigt eine Studie der UN aus dem Jahre 2009: Die untersuchten Unternehmen in OECD-Ländern, in denen Frauen im Vorstand sitzen, konnten ihren wirtschaftlichen Erfolg signifikant steigern im Vergleich zu solchen, in denen ein rein männlicher Vorstand das Sagen hat. Befürworter der Frauenquote führen diese Erfolge auf die größere Diversität in der Führung zurück.

Doch wie schätzen Führungskräfte selbst die Chancen ein, dass sich in Deutschland der Frauenanteil in den Chefetagen erhöht? Dieser Frage geht das Team von Dr. Carsten Wippermann vom Sinus-Institut in einer Studie nach, die das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Auftrag gab. Die Studie kommt nach der repräsentiven Befragung von Führungskräften deutscher Unternehmen im Sommer 2009 zu dem Ergebnis, dass mehr Frauen in Führungspositionen wünschenswert wären. Jedoch verhindern latente Barrieren auf Seiten von Männern und Frauen, dass Frauen in höhere Führungspositionen aufsteigen können.

Diversity als Chance

Dennoch lehnt die Mehrheit der befragten Führungskräfte eine Frauenquote ab. Stattdessen zeigt die Studie, dass gängige Begründungen, warum Frauen so wenig in gehobenen Führungspositionen zu finden sind, der tatsächlichen Situation nicht entsprechen. So stimmt es beispielsweise nicht, dass Frauen nicht die zur Führung notwendigen Fähigkeiten besitzen. Diese Führungskompetenzen gelten universell für Männer und Frauen. Gemäß dem Fazit der Studie bedarf es eines in sich abgestimmten Maßnahmenbündels, um die bisherigen Strukturen aufzubrechen.

Die Diskussion über das Pro und Contra von Quoten im Allgemeinen und Frauenquoten für Führungspositionen im Speziellen ist also wieder neu entfacht. Wie die Entscheidung letztendlich aussehen wird, wird man sehen. Sollte sie zugunsten einer Frauenquote fallen, kann den Entscheidern in den Unternehmen nur angeraten werden, die Kandidatinnen nach Kriterien der Eignung auszuwählen beziehungsweise auf passende Führungspositionen im Unternehmen zu platzieren.

Management Diagnostik bringt Licht ins Dunkel

Dabei ist unbedingt darauf zu achten, dass die ausgewählten weiblichen Führungskräfte die gleiche Unterstützung erhalten, die üblicherweise männliche High Potentials im Unternehmen bekommen, und unternehmensintern klar zu kommunizieren, das die neue Frau in der Führungsposition nicht aufgrund der Quote, sondern wegen ihrer Qualifikation, Kompetenz und Leistung ausgewählt wurde.

Die Berater von WOLF haben eine Checkliste mit hilfreichen Punkten zum Thema Management Diagnostik zusammengestellt. Der erste Teil der Checkliste zeigt unterschiedliche Anlässe auf, in denen Management Diagnostik eingesetzt werden kann, während der zweite Teil verschiedene Instrumente der Management Diagnostik aufführt.

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