Checkliste: Einführung von alternierender Telearbeit

"Telearbeit ermöglicht zweifellos eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Es bietet aber noch viele weitere Vorteile für Arbeitnehmer und Arbeitgeber!"

Voraussetzungen, Planung, Umsetzung Telearbeit

Checkliste: Einführung und Umsetzung von alternierender Telearbeit

Mit Homeoffice-Konzepten Vorteile für alle Beteiligten realisieren

Checkliste: Einführung und Umsetzung von alternierender Telearbeit
Checkliste: Einführung und Umsetzung von Telearbeit

Alternierende Telearbeit ist eine moderne Arbeitsform, die inzwischen von vielen Unternehmen und öffentlichen Institutionen eingeführt wurde, um Arbeitnehmern eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen.

Was ist alternierende Telearbeit?

Telearbeit bedeutet zunächst, dass ein Arbeitnehmer im Rahmen seiner festgelegten Arbeitzeit außerhalb des Unternehmens im Privatbereich arbeitet, beispielsweise in einem Homeoffice.

Bei der alternierenden Telearbeit übt der Arbeitnehmer seine Tätigkeit teils im Unternehmen und teils an seinem Telearbeitsplatz außerhalb des Unternehmens aus. Dies hat den Vorteil, dass der Arbeitnehmer regelmäßig im Unternehmen präsent und durch den direkten Kontakt mit Kollegen und Vorgesetzten besser über aktuelle Themen und Entwicklungen im Bilde ist, als wenn er ausschließlich zu Hause arbeitete und nur – oder nicht einmal – zu Meetings ins Unternehmen käme.

Was bringt alternierende Telearbeit?

Die Auditierung von Behörden, öffentlichen Institutionen und Unternehmen bezüglich ihrer Familienfreundlichkeit durch die gemeinnützige GmbH berufundfamilie ist in vollem Gange. Bereits im Jahre 2010 führten 294 Hochschulen, Unternehmen und Institutionen ein Audit zur Familienfreundlichkeit durch und erhielten am 11.06.2010 in Berlin ihre Zertifizierungsurkunde von Dr. Kristina Schröder, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Bei der Zertifizierung einzelner Unternehmen oder Behörden für Familienfreundlichkeit, z. B. des Bundesrechnungshofes und seiner Prüfungsämter und des NRW-Innenministeriums, wird die Existenz alternierende Telearbeit als wichtiges Kriterium für die Einstufung als „familienfreundlich“ genannt.

Besser Familienfreundlich

Denn gerade die alternierende Telearbeit ermöglicht es so manchem Arbeitnehmer, in Absprache mit dem Vorgesetzten das Büro früher verlassen zu können. Beispielsweise, um die Kinder vom Kindergarten abzuholen. So kann er ohne schlechtes Gewissen später in Ruhe von zu Hause zum Beispiel die für den nächsten Tag anstehenden Aufgaben planen und vorbereiten oder er kann direkt einige Tage in der Woche vom Homeoffice aus arbeiten.

Familienfreundliche Arbeitsformen wie die alternierende Telearbeit bringen aber nicht nur Vorteile für Eltern. In einer Gesellschaft, in denen die Menschen immer älter werden, nimmt auch die Zahl pflegebedürftiger älterer Menschen zu. Durch die Möglichkeit, teilweise in alternierender Telearbeit von zu Hause arbeiten zu können, erfahren auch die Arbeitnehmer eine spürbare Entlastung, die zu Hause pflegebedürftige Angehörige zu versorgen haben. Dieser Aspekt wird angesichts der demografischen Entwicklung zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Vorteile für beide Seiten

Besonders die alternierende Telearbeit ist als familienfreundliche, moderne Arbeitsform nicht nur ein Personalinstrument, das dem Arbeitnehmer Vorteile bringt. Die Unternehmen sind zunehmend darauf angewiesen, gut ausgebildete und motivierte Fach- und Führungskräfte zu gewinnen und zu halten. Gerade für die Generation der Digital Natives ist die ständige, auch mobile Kommunikation im Netz eine Selbstverständlichkeit.

Wer also als Arbeitgeber qualifizierte Arbeitkräfte an sich binden und Bewerber anziehen möchte ist gut beraten, familienfreundliche Arbeitszeitmodelle und Arbeitsformen wie die alternierende Telearbeit anzubieten und in Zusammenarbeit mit Betriebsrat bzw. Personalrat in Betriebs- oder Dienstvereinbarungen festzuschreiben.

Pluspunkt für Arbeitgeberattraktivität

Wer Gutes tun möchte, muss dies auch kundtun. So beschreibt sich zum Beispiel die Bundesagentur für Arbeit selbst als familienfreundlichen Arbeitgeber und wirbt in aktuellen Stellenanzeigen verschiedener Regionaldirektionen und Agenturen mit ihrem Angebot der Telearbeit, um Führungskräfte für die Tätigkeit zu interessieren.

Familienfreundlichkeit wird damit gleichzeitig zu einem Kriterium für Arbeitgeberattraktivität und zu einem Wettbewerbsvorteil für das betreffende Unternehmen bzw. für die jeweilige Institution. Andere Unternehmen schätzen die Kostenreduzierungs-Effekte von Telearbeit. Wenn durchschnittlich immer die Hälfte der Mitarbeiter von Zuhause arbeitet, müssen nur 50 Prozent der Arbeitsplätze vorgehalten werden.

Eignung für Telearbeit genau prüfen

Es versteht sich von selbst, dass alternierende Telearbeit nur für ausgesuchte Tätigkeitsbereiche und ebenso auch nur für bestimmte Arbeitnehmer geeignet ist. Unternehmen und öffentliche Institutionen, die darüber nachdenken, Telearbeit oder alternierende Telearbeit einzuführen wird daher empfohlen, sich zunächst über die Besonderheiten der alternierenden Telearbeit zu informieren.

Gleichzeitig gilt es Kriterien zu Rate zu ziehen, anhand derer beurteilt werden kann, für wen diese Arbeitsform geeignet ist und für wen eher nicht. Dabei lohnt es sich nach vergleichbarer Organisationen Ausschau zu halten, die bereits alternierende Telearbeit eingeführt haben, um aus deren Erfahrungen lernen zu können.

Checkliste Alternierende Telearbeit nutzen

Hilfreiche Hinweise hierzu haben die Experten von WOLF Unternehmensberatung ‧ Schulung ‧ Umsetzung in einer Checkliste zusammengestellt. Darin finden sich auch Tipps, worauf bei der Veränderung der Arbeitszeitgestaltung im Unternehmen im Hinblick auf die außerbetrieblichen und betrieblichen Rahmenbedingungen zu achten ist. Diese Arbeitshilfe steht kostenlos zum Download bereit.

Nach Feststellung des Ist-Zustands und Definition des angestrebten Soll-Zustands hat der Arbeitgeber, der alternierende Telearbeit in seiner Organisation einführen möchte die Möglichkeit, nach entsprechender Einbeziehung der Personalvertretung die stufenweise Einführung dieser attraktiven Arbeitsform festzulegen.

Alternierende Telearbeit: Nützliche Links

Wenn Sie sich mit einem Experten über die Einführung von alternierender Telearbeit austauschen möchten, nehmen Sie bitte einfach Kontakt zu uns auf.

WOLF Unternehmensberatung | Kurz und bündig
User-Bewertung
5 based on 1 votes
Bezeichnung
Checkliste Telearbeit: Voraussetzungen, Planung, Einführung, Umsetzung von alternierender Telearbeit

3 Gedanken zu „Checkliste: Einführung von alternierender Telearbeit“

  1. es gibt immer mehr jobs in unserer gesellschaft, die für alternierende telearbeit höchst geeignet sind. ich gehe so weit zu behaupten, dass das modell des präsenzunternehmens in 5 bis 10 jahren in vielen branchen ausgedient hat.

    bei jeder neubesetzung sollte die personalabteilung fragen: können wir diese stelle auch mit telearbeit / als home office arbeitsplatz anbieten? Wer schon jetzt alle neu zu besetzenden stellen auf den prüfstein stellt, wird sich hoher anzahl und qualität von bewerbern erfreuen.

    • Guten Tag Lammy,

      wir stimmen mit Ihrer Ansicht überein. Manche Unternehmen kommen schon heute in weiten Teilen ohne Präsenz der Mitarbeiter aus. Auch wir Beratungsunternehmen müssen uns einmal selbst an die Nase fassen und uns fragen: Berater sind zu 80 Prozent beim Kunden, regeln dort viel via Notebook plus UMTS o.ä., erstellen Berichte im Hotel oder zuhause. Für welche verbleibenden Aufgabenteile steht der eigene Schreibtisch über 300 Tage p.a. unbesetzt im Büro?

      Beste Grüße

      Das WOLF Team

Kommentare sind geschlossen.