Trading zur Steigerung des Firmenkapitals

Trading für Unternehmen – Interview mit Andre Witzel

Börsenexperte Andre Witzel: Trading für Unternehmen zur Steigerung des Firmenkapitals

Trading ist eine gute Möglichkeit, das Firmenkapital zu vermehren

Unternehmer können im Börsenhandel das Betriebskapital aufstocken
Unternehmer können im Börsenhandel das Betriebskapital aufstocken

In der Regel fehlt es Unternehmern nicht an Talent, eine Firma zu führen und in ihrem Kerngeschäft Umsatz und Gewinn zu erzielen. Beim Umgang mit dem Firmenkapital jedoch setzen die meisten Firmenlenker auf klassische Anlageformen und geben sich mit Renditen zufrieden, die nicht annähernd die hohe Inflation ausgleichen. Laut Andre Witzel, langjähriger Börsenexperte und Leiter einer Online-Börsenschule, „wird auf diese Weise eine Menge Kapital verschenkt, welches dem Unternehmen zugutekommen könnte“.

Renditen gleichen Inflation nicht aus

Der diplomierte Wirtschaftswissenschaftler empfiehlt, „einen Teil des Firmenkapitals in die Hand zu nehmen und an der Börse zu vermehren“. Allerdings warnt er aus eigener Erfahrung davor, das Abenteuer Trading unvorbereitet anzugehen, um unnötige Verluste zu vermeiden. Vielmehr rät er dazu, vor dem ersten Trade eine fundierte Trading-Ausbildung zu absolvieren. Im Interview erklärt er, was es damit auf sich hat.

io-business: Herr Witzel, was wird unter Trading verstanden?

Andre Witzel: Beim Trading handelt es sich um eine aktive Form des Börsenhandels in Echtzeit, der erst durch die Digitalisierung in Verbindung mit einem schnellen Internet möglich wurde. Dabei wird in erster Linie versucht, beispielsweise anhand von Chartbildern, innerhalb kurzer Zeitspannen, von einigen Sekunden bis wenigen Stunden, Trends zu identifizieren und diesen so lange wie möglich zu folgen. Damit unterscheidet sich Trading vom langfristigen Investieren, bei dem die Anleger Wertpapiere über Jahre ins Depot legen, um vom Wertzuwachs zu profitieren.

Beim Trading sind hohe Renditen möglich, da mit sogenannten Hebeln mit geringem Einsatz überdimensional große Gewinne erzielt werden. Dies funktioniert allerdings auch in die umgekehrte Richtung. Vor allem Neulinge, die die Marktmechanismen noch nicht umfassend begreifen, treffen falsche Entscheidungen und bezahlen bitteres Lehrgeld. Ich empfehle daher allen Interessierten, erst Trading auf trading-fuer-anfaenger.de zu lernen, um die Verluste so gering wie möglich zu halten.

io-business: Warum sollten Unternehmen ins Trading einsteigen?

Andre Witzel: Traditionell ausgerichtete Unternehmensleitungen bilden für ihren Betrieb in der Regel Rücklagen über ein Tages- oder Festgeldkonto. Sie lassen das Kapital dauerhaft ruhen und verzichten darauf, es durch den Handel mit Finanzinstrumenten wie Contracts for Difference (CFDs), Optionen, Devisen oder Aktien zu vermehren. In Zeiten niedriger Zinsen warf das so geparkte Kapital keine Renditen ab. Jetzt, wo die Inflation nie gekannte Höhen erreicht hat, verlieren die Einlagen trotz Sparzinsen rasend schnell an Wert.

Daher erachte ich es als sinnvoll, ein Unternehmensdepot zu eröffnen, um am Wertpapierhandel teilzunehmen. Damit lässt sich das Unternehmen, neben dem damit einhergehenden Kapitalzuwachs, beispielsweise gegen steigende Rohstoffpreise oder Währungsrisiken absichern.

io-business: Wie bereitet man sich am besten auf den Börsenhandel vor?

Andre Witzel: Damit sprechen Sie das Kernproblem an, mit dem Anfänger beim Trading oder beim Investment immer wieder konfrontiert werden. In Deutschland gibt es bisher leider noch keinen “Lehrberuf Trading”. Auch die hiesigen Unis und Hochschulen bieten keinen eigenen Studiengang an, mit dem der Börsenhandel von Grund auf erlernt werden kann.
So bleibt Neulingen neben einem zeitaufwändigen Selbststudium nur der Weg über eine fundierte Trading-Ausbildung. Diese nimmt zwar mehrere Monate in Anspruch, wird aber online angeboten und kann neben dem eigentlichen Tagesgeschäft absolviert werden. Bei großen Unternehmen gilt es zu überlegen, ob nicht ausgewählte Mitarbeiter ausgebildet werden sollten, um das Tradingkapital ihrer Firma zu verwalten.

io-business: Welche Schwerpunkte sind zu setzen?

Andre Witzel: Die Grundlagen einer gezielten Trading-Ausbildung sind Seriosität und Transparenz. So sollten die Coaches selbst erfahrene Trader sein, die selbst mit eigenem Geld jahrelang Erfahrungen auf dem virtuellen Börsenparkett sammeln konnten. Diese geben den Neulingen anhand theoretischer Grundlagen und praktischer Beispiele einen Leitfaden vor, um sich später im Börsendschungel zurechtzufinden.

Inhaltlich ist es sicherlich sinnvoll, die Kursteilnehmer in einer Art Einführungskurs über die Basics des Tradings aufzuklären. Weitere Schwerpunkte sollten auf dem professionellen Umgang mit der Handelssoftware und einem soliden Risikomanagement liegen. Überdies ist es wichtig, mit fundierten Marktanalysen und der Vorstellung erfolgreicher Trading-Strategien tief in die Materie einzutauchen. Letztlich ist es von nicht zu unterschätzender Bedeutung, den Kursteilnehmern Methoden der Emotionskontrolle und der Fehleranalyse näherzubringen.

io-business: Herr Witzel, im Namen unserer Leser danken wir Ihnen vielmals für dieses erhellende Gespräch.